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Soilfrac®

       
Beim Soilfrac®-Verfahren werden zunächst Ventilrohre in den zu behandelnden Bodenbereich eingebaut. Anschliessend kann ein Packer, der sich am Ende einer flexiblen Injektionsleitung befindet, gezielt bis zu einem gewünschten Einzelventil in das Ventilrohr eingebaut und ein vorgegebenes Injektionsvolumen über dieses Ventil verpresst werden. Dadurch werden im Boden Fliesswege (Fracs) geöffnet, in die das Injektionsgut eindringt und erhärtet.

Durch Wiederholung der Injektionsschritte wird der Boden in seiner seitlichen Ausdehnung behindert, wodurch gezielt Hebungen eingeleitet werden können.

Das Verfahren kann aus unterschiedlichen Gründen zur Anwendung kommen.
Zum Schutz von Bauwerken vor voraussehbaren Setzungsschäden werden beim Tunnelbau von Hilfsschächten aus horizontale Ventilrohrfächer zwischen Tunnelfirst und Fundamentunterkante eingebaut. Die Gebäude werden mit einem elektronischen Messsystem ausgerüstet. Erstverpressungen bis zu beginnenden Hebungstendenzen verfestigen das betroffene Bodenpaket. Anschließend kann eine Vorhebung in spiegelbildlicher Größe und Form der zu erwartenden Setzungsmulde vorgenommen werden.

Der zu bauende Tunnel wird je nach örtlicher Situation im Ganzen oder in mehreren Teilausbrüchen aufgefahren. Während eines laufenden Vortriebs oder Teilausbruchs werden eintretende Setzungen sofort ganz oder teilweise rückgestellt. Die schnelle Reaktion auf Verformungen stellt im Gegensatz zu anderen Techniken des Bauwerkschutzes sicher, dass grössere Spannungsdifferenzen innerhalb der Konstruktion vermieden werden.

Gründungssanierung

Fundament und Baugrund sind die Elemente der Gründung eines Bauwerks. Beide können im Laufe der Zeit aus unterschiedlichen Gründen versagen. Dies trifft häufig auf historische Bauwerke zu. Beim Eintritt von unzulässigen Setzungen ist Soilfrac das geeignete Verfahren, die Kraftschlüssigkeit zwischen Fundament und Boden dauerhaft wiederherzustellen. Soweit Natursteinfundamente entmörtelt, verschoben oder zerbrochen sind, lassen sich Hohlräume in diesem Bereich durch Umschalten des Verfahrens auf die „klassische“ Fliessweginjektion ebenfalls schliessen. Bauwerkshebungen sind bei schlechter Bausubstanz selten gefordert, jedoch ebenfalls möglich.

Bauwerkshebung

Bauwerkssetzungen können im Soilfrac®-Verfahren rückgängig gemacht werden. Je nach Bausubstanz und Baugrundeigenschaften wird mit angepassten Hebungsgeschwindigkeiten gearbeitet. Zielgenaue Teilhebungen im Millimeterbereich werden dabei zu Gesamthebungen im Dezimeterbereich gebäudeverträglich addiert. Bauwerkshebungen werden in der Regel ohne Nutzungseinschränkungen durchgeführt.

Zu den Referenzen mit diesem Verfahren