Slide background
Slide background
Slide background
Slide background

Soilcrete®-Düsenstrahlverfahren

       
Unter dem Düsenstrahlverfahren "Soilcrete®" wird eine Bodenvermörtelung verstanden. Mit Hilfe eines energiereichen Schneidstrahles mit Austrittsgeschwindigkeiten ≥100 m/s aus Wasser oder Zementsuspension, der auch mit Luft ummantelt werden kann, wird der im Bereich des Bohrloches anstehende Boden aufgeschnitten bzw. erodiert.

Der erodierte Boden wird umgelagert und mit Zementsuspension vermischt. Die Mischung wird teilweise durch den Bohrlochringraum zum Bohrlochmund gespült. Dieses „Rücklaufmaterial“ kann z.B als Hinterfüllung verwendet oder als Baurestmasse entsorgt werden.
Mit Soilcrete® können Bauelemente verschiedener geometrischer Form (Vollsäulen, Halbsäulen, Lamellen) hergestellt werden. Die Erosionsweite des Düsenstrahles im Baugrund reicht je nach Boden, Verfahrensart und verwendeter Flüssigkeit bis zu 2,5 Meter.

Nach dem Aushärten hat der Soilcrete®–Mörtel statisch nutzbare Eigenschaften, die in Abhängigkeit des Bodens und der eingesetzten Art und Bindemittelmenge variieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Baugrundverfestigungsverfahren wird Soilcrete® in Bezug auf Verfestigung und Abdichtung in allen Lockergesteinen bis hin zum Ton erfolgreich angewendet. Dies gilt auch für Mischböden und Wechsellagerungen.

Soilcrete® wirkt im Baugrund je nach Aufgabenstellung als Verfestigungs- oder Abdichtungskörper. Kombinationen der beiden Eigenschaften werden in zunehmendem Masse ausgeführt.

Die Soilcrete®-Festigkeit wird von Art und Menge des Zementanteiles sowie den verbleibenden Bodenanteilen/-arten in der Soilcrete®-Masse bestimmt. Die Soilcrete®-Abdichtungswirkung gegen Wasserzutritt wird durch geeignete Suspensionsrezepturen, gegebenenfalls unter Zusatz von Steinmehl oder Bentonit, erreicht.

Als Qualitätskontrolle können Kernbohrungen und andere Methoden zur Probengewinnung herangezogen werden, um die Homogenität, Integrität und Steifigkeit der hergestellten Säulen zu überprüfen.

Zu den Referenzen mit diesem Verfahren

Acoustic Column Inspector (ACI)

   
Neben den mechanischen Eigenschaften muss auch der Durchmesser der Säulen verifiziert werden. Neben den üblichen Methoden wie Freilegen oder Kernbohrungen hat die Firma Keller eine einzigartige, zum Patent angemeldete Methode entwickelt, die es während der Herstellung der Säulen möglich macht, die Herstellungsparameter optimal an die geologischen Verhältnisse anzupassen.

Der sogenannte Acoustic Column Inspector (ACI) ist eine Methode, bei der über Piezosensoren die Schwingungen, die der Düsenstrahl beim Auftreffen auf Pegelstangen erzeugt, registriert werden. Sowohl akustisch als auch optisch ist so die Reichweite feststellbar. Einzigartig in der Qualitätskontrolle beim Düsenstrahlverfahren ist es damit auch möglich, den Anschluss an bestehende Elemente wie Bohrpfähle, Spundwände oder Bestandsmauerwerk nachzuweisen.